15NICR13 Werkstoffdaten
1 Quellenangaben. Normen, Ausgaben und Bedingungen werden getrennt dargestellt; gleiche Sortenbezeichnungen belegen keine Austauschbarkeit.
Massenanteile und Analysearten sind der jeweiligen Quellenangabe zu entnehmen. Fehlende Werte dürfen nicht als 0 angenommen werden; typische Herstellerwerte, durch Normen garantierte Werte und Messwerte einer Schmelze dürfen nicht vermischt werden. Für Berechnungen und die Auswahl der Bedingungen zur Werkstoffauswahl wechseln.
Bedingungsauswahl, Vergleich und Kohlenstoffäquivalent für 15NICR13 öffnen →15NiCr13 · DIN EN 10084-2008
Quelle der chemischen Zusammensetzung geprüft; damit sind weder sämtliche Normklauseln noch die tatsächliche Lieferung oder Messwerte einer gelieferten Schmelze verifiziert
- Erzeugnisform
- Referenzeintrag
- Status des Originaleintrags
- Normoriginal geprüft
- Normausgabe
- DIN EN 10084-2008
- Tabelle / Abschnitt
- Tabelle 3, notes a–d
Kohlenstoffäquivalent als Referenz
Zusammensetzungsangaben
| Element | Anforderung an die Zusammensetzung |
|---|---|
| C | 0.14 ~ 0.2 |
| Si | ≤ 0.4 (Untergrenze nicht angegeben) |
| Mn | 0.4 ~ 0.7 |
| P | ≤ 0.025 (Untergrenze nicht angegeben) |
| S | ≤ 0.035 (Untergrenze nicht angegeben) |
| Cr | 0.6 ~ 0.9 |
| Ni | 3.0 ~ 3.5 |
Anwendbarkeit und Einschränkungen
Schmelzenanalyse in Massenanteilen wt%; die Titelseite DIN EN10084:2008-06 nennt ausdrücklich die deutsche Ausgabe von EN10084:2008, Tabelle 3 folgt diesem Original. Kleine Zusammensetzungsabweichungen bei Härtbarkeitsanforderungen nach Anmerkung b separat anhand Tabelle 4 und Bedingungen prüfen, ohne Erweiterung des Standardbereichs; für P/S gilt keine solche Lockerung. Anmerkung c erlaubt auf Anfrage Stahl mit höherem S bis etwa 0.10% oder mit Pb zur Verbesserung der Zerspanbarkeit; im ersten Fall darf die Mn-Obergrenze um 0.15 Prozentpunkte steigen. Ohne konkrete Vereinbarungswerte nichts erfinden oder automatisch anwenden. Anmerkung d: Bor dient hier der Zähigkeit im gehärteten Bereich, laut Original ausdrücklich nicht der Verbesserung der Härtbarkeit. Ohne Käuferzustimmung keine absichtliche Zugabe nicht aufgeführter Elemente, ausgenommen zur Fertigstellung der Schmelze; Fehlendes bedeutet nicht null. Die Liefernorm für Einsatzstähle bestätigt keine Kaltstaucheignung in allen Zuständen; mechanische Eigenschaften, Härte und Härtbarkeit separat prüfen.
Hinweise zur Quellenprüfung
Die deutsche Originaltabelle 3 und ihre Fußnoten wurden geprüft.Härtbarkeit im Stirnabschreckversuch (bedingte Anforderungen)
EN 10084:2008 · DIN EN 10084:2008-06, das Cover gibt ausdrücklich die deutsche Version von EN 10084:2008 · Tabelle 5/Tabelle 6/Tabelle 8/Tabelle 9 an; 7.1.2 und 8.2.2 · PDF Seiten 7, 10, 12, 18, 20, 22, 23
- 7.1.2: Sofern nichts anderes vereinbart ist, gelten die Anforderungen der Tabelle 5 an die normale +H Härtbarkeit für legierte Stähle dieser Norm; eingeschränkte +HH/+HL Bänder in Tabelle 6 müssen in Anfrage/Bestellung vereinbart werden. Das Betrachten einer Auswahl stellt keine vertragliche Bestätigung dar und ändert weder die übliche Gütebezeichnung noch die Bestellbedingungen.
- HRC bezeichnet die Härte der Stirnabschreckprobe in einem festgelegten Abstand; dies ist keine Zusicherung der Gesamthärte des Fertigerzeugnisses, der Eignung zum Kaltstauchen, der Lieferfähigkeit oder der Bauteileigenschaften.
- Striche bleiben als nicht festgelegte Ober- oder Untergrenzen erhalten und dürfen nicht als 0 angenommen werden; für nicht aufgeführte Abstände erfolgen weder automatische Interpolation oder Extrapolation noch eine Konformitätsbewertung.
- Die Temperaturen in Tabelle 8 sind Austenitisierungsbedingungen für die Stirnabschreckprobe und keine Empfehlungen für eine Produktionswärmebehandlung; die Tabelle enthält keine Temperaturtoleranzen, ±5°C wird nicht eigenmächtig ergänzt. Die Haltezeit in Tabelle 8, Anmerkung a, ist nur ein Referenzwert und wird nicht als garantierte Anforderung behandelt.
- 8.2.2 erlaubt dem Hersteller, die Härtbarkeit durch Berechnung nachzuweisen, sofern eine geeignete Formel existiert; der Hersteller wählt die Methode und liefert bei Vereinbarung in Anfrage/Bestellung ausreichende Informationen zur Überprüfung durch den Kunden. Dieses Tool hat solche Berechnungen weder implementiert noch zertifiziert.
- Wenn keine anwendbare Berechnungsformel vorliegt oder im Streitfall, ist der Stirnabschreckversuch nach EN ISO 642 und Tabelle 9 maßgeblich; Abschrecktemperatur der Probe nach Tabelle 8, Härtebestimmung nach EN ISO 6508-1 auf der Skala C. Die normativen Verweisungen im Original lauten ISO 642:1999 und ISO 6508-1:2005; die Bezugsjahre werden nicht eigenmächtig aktualisiert.
- Tabelle 9: Soweit Prüfbescheinigungen und die entsprechenden Anforderungen aus Tabelle 1 anwendbar sind, bildet die Schmelze C die Prüfeinheit: 1 Proben/1 Prüfungen. Lassen die Abmessungen keine Stirnabschreckprobe zu, müssen die Bedingungen des Härtbarkeitsnachweises vereinbart werden; in anderen Fällen bestimmt der Hersteller die Probenvorbereitung, sofern nichts anderes vereinbart ist.
- In Tabelle 9 ist unter dem strittigen Probenahmepunkt b „20 m“ gedruckt; dies steht im Einheitenkonflikt zu „20 mm“ unter c. Die automatische Auslegung dieser Entnahmetiefenklausel wird zurückgestellt; sie darf weder eigenmächtig geändert noch als Anweisung zur Probenvorbereitung verwendet werden.
- Das Original DIN übernimmt ausdrücklich EN10084:2008; die Darstellung erfolgt ausschließlich auf Grundlage dieser technischen Quelle EN. Die ergänzte Härtbarkeit bedeutet nicht, dass das Übernahmedeckblatt von NF oder andere Normidentitäten geprüft wurden.
+H Band der normalen Härtbarkeit (7.1.2; gilt für legierte Stähle dieser Norm, sofern nichts anderes vereinbart ist)
Temperatur beim Stirnabschreckversuch: 880 °C (im Quelldokument ist keine Toleranz angegeben); dies ist keine Empfehlung für eine Produktionswärmebehandlung.
| Abstand vom abgeschreckten Ende (mm) | Untergrenze (HRC) | Obergrenze (HRC) |
|---|---|---|
| 1.5 | 41 | 48 |
| 3 | 41 | 48 |
| 5 | 41 | 48 |
| 7 | 40 | 47 |
| 9 | 38 | 45 |
| 11 | 36 | 44 |
| 13 | 33 | 42 |
| 15 | 30 | 41 |
| 20 | 24 | 38 |
| 25 | 22 | 35 |
| 30 | 22 | 34 |
| 35 | 21 | 34 |
| 40 | 21 | 33 |
+HH Eingeschränktes Härtbarkeitsband (Tabelle 6, Vereinbarung bei Anfrage und Bestellung erforderlich)
Temperatur beim Stirnabschreckversuch: 880 °C (im Quelldokument ist keine Toleranz angegeben); dies ist keine Empfehlung für eine Produktionswärmebehandlung.
| Abstand vom abgeschreckten Ende (mm) | Untergrenze (HRC) | Obergrenze (HRC) |
|---|---|---|
| 1.5 | 43 | 48 |
| 3 | 43 | 48 |
| 5 | 43 | 48 |
| 7 | 42 | 47 |
| 9 | 40 | 45 |
| 11 | 39 | 44 |
| 13 | 36 | 42 |
| 15 | 34 | 41 |
| 20 | 29 | 38 |
| 25 | 26 | 35 |
| 30 | 26 | 34 |
| 35 | 25 | 34 |
| 40 | 25 | 33 |
+HL Eingeschränktes Härtbarkeitsband (Tabelle 6, Vereinbarung bei Anfrage und Bestellung erforderlich)
Temperatur beim Stirnabschreckversuch: 880 °C (im Quelldokument ist keine Toleranz angegeben); dies ist keine Empfehlung für eine Produktionswärmebehandlung.
| Abstand vom abgeschreckten Ende (mm) | Untergrenze (HRC) | Obergrenze (HRC) |
|---|---|---|
| 1.5 | 41 | 46 |
| 3 | 41 | 46 |
| 5 | 41 | 46 |
| 7 | 40 | 45 |
| 9 | 38 | 43 |
| 11 | 36 | 41 |
| 13 | 33 | 38 |
| 15 | 30 | 37 |
| 20 | 24 | 33 |
| 25 | 22 | 31 |
| 30 | 22 | 30 |
| 35 | 21 | 30 |
| 40 | 21 | 29 |